Wie lässt sich ein Holztor anfertigen

Besitzen Sie ein Ferienhaus, ein Landhaus oder sind Sie einfach ein handwerklich begabter Heimwerker, der gerne mit Holz arbeitet? Möchten Sie das Gesamtbild Ihres Hauses mit einem Holztor verschönern, aber keins von den gewöhnlich erhältlichen gefällt Ihnen oder ist für Sie zu teuer? Dann stellen Sie doch einfach eins selbst her. Es ist gar nicht so kompliziert und das Ergebnis wird die Arbeit sicher wert sein. Sie müssen immer beachten, dass Tore beim Betreten eines Grundstücks den ersten Eindruck vermitteln, aber auch Ihr Eigentum schützen. Deswegen sollte Ihr Tor nicht nur optisch ansprechend, sondern auch stabil, geschützt und leicht manipulierbar sein. Ein Maschendraht- oder Blechtor bietet diese Eigenschaften sicher nicht. Ein Holztor ist daher eine ideale Lösung.

Inhalt des Artikels:

  • Was benötigt man, und wie fängt man an?
  • Rahmenvorbereitung
  • Befestigung der Torscharniere
  • Befestigung des Fußlagers
  • Fertigstellung des Holztorrahmens

Holztorherstellung - Was benötigt man, und wie fängt man an?

Wenn Sie sich für eine klassische Konstruktion entscheiden, ist es einfach, ein Tor selbst herzustellen. Falls Sie über einen grundlegenden Tischlerbedarf verfügen und zumindest ein wenig Erfahrung in diesem Bereich haben, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Am einfachsten ist es, eine Z-förmige Grundkonstruktion zu wählen, die den Rahmen bildet. Die wird danach mit den ausgewählten Brettern bedeckt. Die rahmenbildenden Balken sollten gut getrocknet und genug stark sein. Es sollten Zapfenverbindungen verwendet werden. Die Zapfenlöcher werden mit einem scharfen Meißel hergestellt. Die Zapfenverbindungen sind zuverlässig und sehen besser aus als Nägel, Schrauben und dergleichen.

Man sollte mit der Vorbereitung des Rahmens des Holztors beginnen.

Wie lässt sich ein Tor aus Holz herstellen? Beginnen Sie mit der Vorbereitung der Basis, nämlich des Rahmens. Die Dielen müssen zunächst gründlich abgemessen und dann auf die erforderlichen Maße zugeschnitten werden. Berücksichtigen Sie die Bodenfeuchtigkeit und platzieren Sie die horizontale Unterkante mindestens 20 cm über dem Boden. Der obere horizontale Balken sollte so hoch sein, dass die beiden Flügel ein Quadrat bilden. Die Queraussteifung wird diagonal angebracht, mit Zapfen befestigt und vorzugsweise versenkt.

Anschließend wird das Schloss auf der gegenüberliegenden Seite des vertikalen Balkens angebracht. Alles ist zu prüfen, Unebenheiten zu glätten, und die Festigkeit zu testen

Fahren Sie dann mit den vertikalen Balken fort.

Befestigen Sie nun die Scharniere des Holztors

Ein wenig komplizierter ist dann die Herstellung der Scharniere. Sie sind sehr wichtig, denn ohne ihre gute Verarbeitung wird das Tor nicht einwandfrei funktionieren. Setzen Sie die Zapfen für Fußlager in die vertikalen Balken ein und befestigen Sie sie sorgfältig. Es handelt sich in der Regel um Stahlstäbe mit einem Durchmesser von mindestens 25 mm und einer Länge von bis zu einem halben Meter. Diese werden in die Achsen der Balken versenkt. Es ist notwendig, für sie Löcher im Voraus zu bohren. Die Löcher müssen eng sein und eine Tiefe von mindestens 30 cm haben. Die Zapfen sind so zu positionieren, dass sie in der vorbereiteten Bohrung vollkommen stabil sind. Dafür können sie durchbohrt werden, wobei in das Loch eine Schraube und eine Mutter platziert werden. Die Schraube muss auf beiden Seiten überstehen. Auf die Scheibe wird eine dicke und große Unterlegscheibe platziert. So wird sichergestellt, dass die Torflügel nicht absinken. Sie können auch die Türsäulen festbinden. Für diese Zwecke kann beispielsweise ein dickeres Stahlband als Fassung verwendet werden.

Widmen Sie sich danach dem oberen Teil der Säule. Die sollte zylinderförmig sein, da sie in die Metallringfassung eingesetzt wird, die während der Platzierung des Tors und Fertigstellung fest eingemauert wird. Manchmal wird eine aus zwei Teilen bestehende und mit Schrauben verbundene Fassung verwendet.

Den unteren Teil des Holztors bildet das Fußlager

Dort, wo die Achsen der vertikalen Balken liegen, wird das Fußlager platziert. Das Tor wird dann um die Balken herum geöffnet. Das Fußlager besteht aus Beton, aus dem eine Platte gegossen wird in die ein Stahlrohr eingebettet wird. Die Bohrung des Rohrs sollte den gleichen Durchmesser wie der Zapfen haben. Testen Sie das Fußlager in Kombination mit dem fertigen Balken noch ohne Bretter. Die Handhabung wird dann einfacher sein. In der Vergangenheit bestand das Fußlager aus Stein. Nun ist es an der Zeit, den fertigen Rahmen anzupassen. Der muss mit einem qualitativ hochwertigen Schutzanstrich versehen werden.

Fertigstellung des Holztorrahmens

Sobald die Torflügel mehrmals mit einem Anstrich behandelt wurden, können Sie mit der Endbearbeitung beginnen, indem Sie es mit den vorbereiteten Brettern beschlagen. Die sollten mindestens 15 cm breit sein, um einen ausreichend soliden Eindruck zu vermitteln. Streichen Sie die Bretter auch mit einem Schutzanstrich. Achten Sie auf die Länge: das untere Ende des fertigen Tors sollte etwa 5 bis 10 cm über der Bodenoberfläche liegen. Die Bretter werden mit Holzschrauben oder Nägeln befestigt, die verkittet werden können. Wenn alles fertig ist und angepasst wurde, streichen Sie das gesamte Tor mit einem finalen Anstrich. Ideal sind Lasuren auf Ölbasis die die natürliche Maserung des Holzes hervorheben.